Exkursion zum Serverzentrum Telehouse

Am 06.12.21 war das Tutorium der Technischen Informatik im Rahmen der Berufsorientierungstage des Beruflichen Gymnasiums zu Gast bei der Firma Telehouse in Frankfurt. Das zum Japanischen Mutterkonzern KDDI Corporation gehörende Rechenzentrum ist 50.000m² groß und eines von über 60 Rechenzentren in Frankfurt. 

Bei der Führung ging Geschäftsführer Bela Waldhauser auf den enormen Energieverbrauch ein. So liegt der Energiebedarf pro Jahr von Telehouse auf dem Niveau einer Stadt mit 20.000 Einwohnern. Die enormen Strommengen, die auch mit dem anstehenden Bau zwei neuer Hallen noch größer werden, führten zu einer Kooperation mit dem Energieversorger Mainova. Für diese Firma spendierte Telehouse ein Grundstück auf dem Firmengelände, um die Stromzufuhr auch künftig gewährleisten zu können. Der Energieausstoß des Rechenzentrums ist allerdings auch nicht gering. So wird künftig in der Nachbarschaft ein entstehender Gebäudekomplex für 1300 Menschen und 3 Kindertagesstätten ausschließlich mit der Nahwärme des Rechenzentrums versorgt.  

Zu der eigentlichen Dienstleistung der Firma gehört die Bereitstellung der Infrastruktur. Die Kunden, welche bis auf die Daimler AG nicht öffentlich genannt werden möchten, schätzen am Frankfurter Standort die Nähe zum De-Cix Frankfurt, dem größten Internetknoten weltweit. Dabei richtet sich der Mietpreis nicht an den beanspruchten Quadratmetern, sondern am Stromverbrauch der Server. Zur Dienstleistung gehört auch der Sicherheitsaspekt. So mussten unsere Schüler der Technischen Informatik nach der Kontrolle der Personalausweise jeder Sicherheitsschleuse mit einer eigenen Chipkarte und einem Pin durchlaufen. Weiterhin wurde in manchen Sicherheitschleusen, welche einzeln durchlaufen werden mussten, das Körpergewicht gewogen. Somit soll sichergestellt werden, dass die Serverracks nicht entwendet werden. Die Schüler sahen auch die Notstromaggregate, welche bei einem Stromausfall den Betrieb des Zentrums für 72 Stunden garantieren. Herr Waldhauser ging dabei auch auf die Maßnahmen der sehr spontanen und schnellen Absicherung der Stromversorgung ein. Hier muss die Versorgung innerhalb einer Millisekunde gewährleistet werden, um einen Serverausfall zu vermeiden.  

In der sehr kurzweiligen zweistündigen Führung bekamen die Schüler einen interessanten Einblick in das Tätigkeitsfeld eines Informatikers. Sie wurden aber beispielsweise auch mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten konfrontiert, als beispielsweise während der Führung kurzzeitig via Telefon über die Energieversorgung und den damit verbundenen Kosten in Millionenhöhe verhandelt wurde.  

Die digitaltechnische Vertiefung und Einordnung der erhaltenen Informationen erfolgte im Anschluss im Rahmen des Fachunterrichts.  

Die Landrat-Gruber-Schule freut ich auch künftig Gast bei Telehouse sein zu dürfen. 

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